Revolut · P-Konto · Kontopfändung

Revolut P-Konto & Kontopfändung: Was wirklich gilt

Kann ein Revolut-Konto gepfändet werden? Lässt es sich als P-Konto führen? Wie hoch ist der aktuelle Schutzbetrag – und wann braucht man eine Bescheinigung? Hier gibt es die Antworten und die passenden Werkzeuge direkt dazu.

RevolutP-Konto ist möglich
Grundschutz1.590,00 € pro Monat
WichtigNur ein P-Konto zulässig
Mehr SchutzBescheinigung kann erhöhen

Kann man Revolut als P-Konto nutzen?

Ja. Revolut Deutschland beschreibt inzwischen ausdrücklich die Möglichkeit, ein bestehendes persönliches Zahlungskonto in ein Pfändungsschutzkonto umzuwandeln.

Die kurze Antwort: Ein Revolut-Konto ist nicht automatisch ein P-Konto. Der besondere gesetzliche Pfändungsschutz entsteht erst durch die Umwandlung. Revolut nennt dafür den In-App-Chat und ein Antragsformular als vorgesehenen Weg.

Das ist für Nutzer wichtig, die nach Begriffen wie „Revolut P-Konto“, „Revolut Konto Pfändung“ oder „Revolut pfändbar“ suchen: Ein digitales Konto entzieht sich nicht automatisch der Zwangsvollstreckung. Bei einer Kontopfändung gelten die gesetzlichen Regeln. Das P-Konto ist der dafür vorgesehene Schutzmechanismus.

Wer die allgemeinen Regeln zuerst verstehen möchte, findet sie in unserem Ratgeber P-Konto verständlich erklärt. Die aktuell geschützten Beträge stehen auf der Seite P-Konto-Freibetrag.

Was passiert bei einer Kontopfändung auf einem Revolut-Konto?

Eine Pfändung verschwindet nicht dadurch, dass das Konto per App geführt wird. Wird einer Bank oder einem Zahlungsdienstleister eine wirksame Pfändungsmaßnahme zugestellt, muss sie im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben bearbeitet werden. Revolut beschreibt für Deutschland einen eigenen Ablauf bei Kontopfändungen und verweist für den Schutz des Guthabens ausdrücklich auf das P-Konto.

Ohne P-Konto

Ein normales Girokonto besitzt nicht automatisch den besonderen monatlichen P-Konto-Schutz. Bei einer laufenden Pfändung sollte deshalb schnell geprüft werden, ob eine Umwandlung erforderlich ist.

Mit P-Konto

Das Konto bleibt grundsätzlich pfändbar, aber Guthaben wird bis zu den gesetzlichen Schutzbeträgen freigestellt. Weitere Erhöhungen können bei passenden Voraussetzungen hinzukommen.

Wenn bereits eine Pfändung läuft, hilft unser Überblick Konto trotz Pfändung. Möglichkeiten zur Beendigung oder Beschränkung einer Pfändung erläutern wir außerdem unter Kontopfändung aufheben.

Revolut-Konto in ein P-Konto umwandeln: der Ablauf

Nach den aktuellen Revolut-Hilfeinformationen erfolgt die Beantragung über den Support in der App. Dort kann das vorgesehene Formular eingereicht werden. Für den Nutzer bedeutet das praktisch:

  1. Revolut-App öffnen und Support kontaktieren. Revolut nennt den In-App-Chat als Kontaktweg für die P-Konto-Verwaltung.
  2. P-Konto-Umwandlung beantragen. Das entsprechende Antragsformular wird in deutscher oder englischer Sprache angeboten.
  3. Bestehende Pfändung mitteilen. Wenn bereits ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss vorliegt, sollte der zeitliche Ablauf ausdrücklich mit Revolut geklärt werden.
  4. Erhöhungsbeträge separat nachweisen. Unterhalt, Kindergeld oder bestimmte Sozialleistungen führen nicht automatisch zu einem höheren Schutzbetrag. Hier kann eine geeignete Bescheinigung erforderlich sein.
Wichtig: Eine Person darf nur ein Konto als P-Konto führen. Wer bereits bei einer anderen Bank ein P-Konto hat, darf nicht zusätzlich ein zweites P-Konto bei Revolut führen.

Revolut weist außerdem darauf hin, dass ein P-Konto auf Guthabenbasis geführt wird. Bestehende Kreditrahmen oder Kreditkartenverträge können im Zusammenhang mit der Umwandlung betroffen sein. Die konkreten Vertragsfolgen sollten deshalb immer direkt beim Anbieter geprüft werden.

Wie hoch ist der aktuelle P-Konto-Schutz?

Der gesetzliche Grundschutz wird aus dem Pfändungsgrundbetrag abgeleitet und für das P-Konto auf den nächsten vollen Zehn-Euro-Betrag aufgerundet. Im aktuellen Rechtszeitraum beträgt der automatische P-Konto-Grundschutz 1.590,00 € pro Monat.

BausteinAktueller WertWas bedeutet das?
Grundbetrag nach § 850c ZPO1.587,40 €Basis der Pfändungsfreigrenzen.
P-Konto-Grundschutz1.590,00 €Automatischer monatlicher Grundschutz nach gesetzlicher Aufrundung.
Erste weitere geschützte Person597,42 €Möglicher Erhöhungsbetrag bei erfüllten Voraussetzungen und Nachweis.
Weitere Personen332,83 €Weiterer möglicher Erhöhungsbetrag je berücksichtigter Person.

Die Beträge werden auf Pfändungsschutz24 zentral aus dem jeweils aktuellen Rechtsdatensatz geladen. Details, Nachweise und Sonderfälle findest du im aktuellen P-Konto-Freibetrag. Den zugrunde liegenden Rechtsstand und die amtlichen Quellen dokumentieren wir unter Rechtsstand & Datenquellen.

Lohnpfändung und P-Konto nicht verwechseln

Ein häufiger Fehler ist, den pfändbaren Lohn beim Arbeitgeber und den geschützten Betrag auf dem Bankkonto gleichzusetzen. Das sind zwei unterschiedliche Schutzsysteme.

Unser Pfändungsrechner zeigt beide Ergebnisse nebeneinander: den pfändbaren Betrag bei regulärer Lohnpfändung und den möglichen P-Konto-Schutz. Wer die Werte nachschlagen möchte, findet zusätzlich die vollständige Pfändungstabelle.

Jetzt beide Werte berechnen

Pfändungsrechner von Pfändungsschutz24 mit getrennten Ergebnissen für Lohnpfändung und P-Konto

Wann braucht man eine P-Konto-Bescheinigung?

Der automatische Grundschutz reicht nicht in jeder Lebenssituation aus. Wer zum Beispiel gesetzliche Unterhaltspflichten erfüllt, Kindergeld erhält oder bestimmte weitere geschützte Zahlungen nachweisen kann, kann Anspruch auf einen höheren geschützten Betrag haben.

Diese Erhöhungen werden nicht allein dadurch wirksam, dass der Sachverhalt besteht. Die Bank benötigt dafür in vielen Fällen einen geeigneten Nachweis. Welche Stellen eine Bescheinigung ausstellen können und wie das funktioniert, erklären wir ausführlich unter P-Konto-Bescheinigung.

Praxis-Tipp: Erst den möglichen Schutzbetrag im Rechner prüfen, dann die erforderlichen Nachweise zusammentragen. So lässt sich schneller erkennen, ob der reine Grundschutz ausreicht oder eine Erhöhung relevant sein könnte.

Revolut trotz Pfändung behalten – oder Konto wechseln?

Ein Kontowechsel ist kein Trick, um eine bestehende Pfändung „verschwinden“ zu lassen. Auch ein neues Konto kann Gegenstand einer Pfändung werden. Entscheidend ist deshalb nicht nur, bei welcher Bank das Konto liegt, sondern ob der gesetzliche Schutz richtig eingerichtet ist und ob das Kontomodell zur eigenen Situation passt.

Ein Vergleich kann trotzdem sinnvoll sein, etwa wenn Gebühren, Bargeldversorgung, Support, Filialzugang, App-Funktionen oder andere Kontoleistungen besser zu den eigenen Bedürfnissen passen sollen. Bei einer akuten Pfändung sollte der Schutz des laufenden Kontos jedoch zuerst geklärt werden.

Pfändungsschutz zuerst

Bei akuter Kontopfändung zuerst P-Konto, Freibetrag und mögliche Erhöhungen prüfen. Ein Bankwechsel ersetzt diese Schritte nicht.

Danach Konditionen vergleichen

Wenn die Schutzfrage geklärt ist, können Girokonten nach Kosten, Funktionen, Support und persönlichem Bedarf verglichen werden.

Werbung · Vergleichsrechner

Girokonto vergleichen

Du möchtest zusätzlich oder alternativ ein anderes Girokonto prüfen? Mit dem Tarifcheck-Vergleich kannst du aktuelle Kontomodelle gegenüberstellen. Der Vergleich ist ein externer Partnerdienst.

Werbung / Affiliate. Beim Abschluss über einen Partnerlink kann Pfändungsschutz24.de eine Vergütung erhalten. Für dich ändert sich der Preis dadurch nicht.

Die wichtigsten Seiten zu Revolut, P-Konto und Pfändung

Diese Seite ist Teil des Pfändungsschutz24-Portals. Je nachdem, welche Frage gerade akut ist, führen dich die folgenden Bereiche direkt weiter:

Häufige Fragen zu Revolut und Pfändung

Kann ein Revolut-Konto gepfändet werden?

Ja. Ein digitales Konto ist nicht automatisch vor Vollstreckungsmaßnahmen geschützt. Revolut beschreibt für Deutschland ausdrücklich Abläufe zur Kontopfändung und den Schutz über ein P-Konto.

Kann ich mein Revolut-Konto in ein P-Konto umwandeln?

Ja. Nach den aktuellen Revolut-Hilfeinformationen kann die P-Konto-Funktion über den In-App-Chat und das dafür vorgesehene Formular beantragt werden.

Wie hoch ist der P-Konto-Freibetrag bei Revolut?

Für das P-Konto gelten die gesetzlichen deutschen Schutzbeträge. Der aktuelle automatische Grundschutz beträgt 1.590,00 € monatlich. Zusätzliche Erhöhungsbeträge können bei entsprechenden Voraussetzungen und Nachweisen hinzukommen.

Brauche ich bei Revolut eine P-Konto-Bescheinigung?

Für den Grundschutz nicht. Soll der geschützte Betrag wegen Unterhaltspflichten, Kindergeld oder anderer gesetzlich berücksichtigter Beträge erhöht werden, kann eine geeignete Bescheinigung erforderlich sein.

Kann ich gleichzeitig bei Revolut und einer anderen Bank ein P-Konto haben?

Nein. Es darf nur ein P-Konto pro Person geführt werden. Ein zweites P-Konto ist nicht zulässig.

Schützt ein neues Girokonto vor einer bestehenden Pfändung?

Nein. Ein Kontowechsel beseitigt die zugrunde liegende Forderung oder Vollstreckung nicht. Auch ein anderes Konto kann gepfändet werden. Entscheidend ist, den gesetzlichen Pfändungsschutz korrekt einzurichten.

Ist der P-Konto-Betrag dasselbe wie die Lohnpfändungsgrenze?

Nein. Die Lohnpfändung betrifft das Einkommen beim Arbeitgeber; das P-Konto schützt Guthaben auf dem Konto. Unser Pfändungsrechner stellt beide Systeme getrennt gegenüber.

Was sollte ich tun, wenn mein Revolut-Konto bereits gepfändet wurde?

Prüfe unverzüglich die P-Konto-Umwandlung, den aktuellen Schutzbetrag und mögliche Erhöhungsnachweise. Bei konkreten Fristen oder Streit über eine Pfändung kann individuelle rechtliche oder anerkannte Schuldnerberatung erforderlich sein.

Amtliche und Anbieter-Quellen

Wir trennen bewusst zwischen den gesetzlichen Pfändungsregeln und den konkreten Abläufen des Kontoanbieters. Für Revolut-Fragen stützen wir uns auf die offiziellen deutschen Hilfeinformationen des Anbieters; die Freibeträge und Tabellenwerte kommen aus unserem zentral gepflegten Rechtsdatensatz.

Stand der auf dieser Seite ausgegebenen gesetzlichen Beträge: Aktueller Rechtsstand: Pfändungswerte gültig seit 01.07.2026.. Letzte automatische Rechtsdaten-Prüfung: 14.08.2026 22:42 Uhr. Keine individuelle Rechtsberatung.