Ohne P-Konto
Ein normales Girokonto besitzt nicht automatisch den besonderen monatlichen P-Konto-Schutz. Bei einer laufenden Pfändung sollte deshalb schnell geprüft werden, ob eine Umwandlung erforderlich ist.
Kann ein Revolut-Konto gepfändet werden? Lässt es sich als P-Konto führen? Wie hoch ist der aktuelle Schutzbetrag – und wann braucht man eine Bescheinigung? Hier gibt es die Antworten und die passenden Werkzeuge direkt dazu.
Ja. Revolut Deutschland beschreibt inzwischen ausdrücklich die Möglichkeit, ein bestehendes persönliches Zahlungskonto in ein Pfändungsschutzkonto umzuwandeln.
Das ist für Nutzer wichtig, die nach Begriffen wie „Revolut P-Konto“, „Revolut Konto Pfändung“ oder „Revolut pfändbar“ suchen: Ein digitales Konto entzieht sich nicht automatisch der Zwangsvollstreckung. Bei einer Kontopfändung gelten die gesetzlichen Regeln. Das P-Konto ist der dafür vorgesehene Schutzmechanismus.
Wer die allgemeinen Regeln zuerst verstehen möchte, findet sie in unserem Ratgeber P-Konto verständlich erklärt. Die aktuell geschützten Beträge stehen auf der Seite P-Konto-Freibetrag.
Eine Pfändung verschwindet nicht dadurch, dass das Konto per App geführt wird. Wird einer Bank oder einem Zahlungsdienstleister eine wirksame Pfändungsmaßnahme zugestellt, muss sie im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben bearbeitet werden. Revolut beschreibt für Deutschland einen eigenen Ablauf bei Kontopfändungen und verweist für den Schutz des Guthabens ausdrücklich auf das P-Konto.
Ein normales Girokonto besitzt nicht automatisch den besonderen monatlichen P-Konto-Schutz. Bei einer laufenden Pfändung sollte deshalb schnell geprüft werden, ob eine Umwandlung erforderlich ist.
Das Konto bleibt grundsätzlich pfändbar, aber Guthaben wird bis zu den gesetzlichen Schutzbeträgen freigestellt. Weitere Erhöhungen können bei passenden Voraussetzungen hinzukommen.
Wenn bereits eine Pfändung läuft, hilft unser Überblick Konto trotz Pfändung. Möglichkeiten zur Beendigung oder Beschränkung einer Pfändung erläutern wir außerdem unter Kontopfändung aufheben.
Nach den aktuellen Revolut-Hilfeinformationen erfolgt die Beantragung über den Support in der App. Dort kann das vorgesehene Formular eingereicht werden. Für den Nutzer bedeutet das praktisch:
Revolut weist außerdem darauf hin, dass ein P-Konto auf Guthabenbasis geführt wird. Bestehende Kreditrahmen oder Kreditkartenverträge können im Zusammenhang mit der Umwandlung betroffen sein. Die konkreten Vertragsfolgen sollten deshalb immer direkt beim Anbieter geprüft werden.
Der gesetzliche Grundschutz wird aus dem Pfändungsgrundbetrag abgeleitet und für das P-Konto auf den nächsten vollen Zehn-Euro-Betrag aufgerundet. Im aktuellen Rechtszeitraum beträgt der automatische P-Konto-Grundschutz 1.590,00 € pro Monat.
| Baustein | Aktueller Wert | Was bedeutet das? |
|---|---|---|
| Grundbetrag nach § 850c ZPO | 1.587,40 € | Basis der Pfändungsfreigrenzen. |
| P-Konto-Grundschutz | 1.590,00 € | Automatischer monatlicher Grundschutz nach gesetzlicher Aufrundung. |
| Erste weitere geschützte Person | 597,42 € | Möglicher Erhöhungsbetrag bei erfüllten Voraussetzungen und Nachweis. |
| Weitere Personen | 332,83 € | Weiterer möglicher Erhöhungsbetrag je berücksichtigter Person. |
Die Beträge werden auf Pfändungsschutz24 zentral aus dem jeweils aktuellen Rechtsdatensatz geladen. Details, Nachweise und Sonderfälle findest du im aktuellen P-Konto-Freibetrag. Den zugrunde liegenden Rechtsstand und die amtlichen Quellen dokumentieren wir unter Rechtsstand & Datenquellen.
Ein häufiger Fehler ist, den pfändbaren Lohn beim Arbeitgeber und den geschützten Betrag auf dem Bankkonto gleichzusetzen. Das sind zwei unterschiedliche Schutzsysteme.
Unser Pfändungsrechner zeigt beide Ergebnisse nebeneinander: den pfändbaren Betrag bei regulärer Lohnpfändung und den möglichen P-Konto-Schutz. Wer die Werte nachschlagen möchte, findet zusätzlich die vollständige Pfändungstabelle.
Der automatische Grundschutz reicht nicht in jeder Lebenssituation aus. Wer zum Beispiel gesetzliche Unterhaltspflichten erfüllt, Kindergeld erhält oder bestimmte weitere geschützte Zahlungen nachweisen kann, kann Anspruch auf einen höheren geschützten Betrag haben.
Diese Erhöhungen werden nicht allein dadurch wirksam, dass der Sachverhalt besteht. Die Bank benötigt dafür in vielen Fällen einen geeigneten Nachweis. Welche Stellen eine Bescheinigung ausstellen können und wie das funktioniert, erklären wir ausführlich unter P-Konto-Bescheinigung.
Ein Kontowechsel ist kein Trick, um eine bestehende Pfändung „verschwinden“ zu lassen. Auch ein neues Konto kann Gegenstand einer Pfändung werden. Entscheidend ist deshalb nicht nur, bei welcher Bank das Konto liegt, sondern ob der gesetzliche Schutz richtig eingerichtet ist und ob das Kontomodell zur eigenen Situation passt.
Ein Vergleich kann trotzdem sinnvoll sein, etwa wenn Gebühren, Bargeldversorgung, Support, Filialzugang, App-Funktionen oder andere Kontoleistungen besser zu den eigenen Bedürfnissen passen sollen. Bei einer akuten Pfändung sollte der Schutz des laufenden Kontos jedoch zuerst geklärt werden.
Bei akuter Kontopfändung zuerst P-Konto, Freibetrag und mögliche Erhöhungen prüfen. Ein Bankwechsel ersetzt diese Schritte nicht.
Wenn die Schutzfrage geklärt ist, können Girokonten nach Kosten, Funktionen, Support und persönlichem Bedarf verglichen werden.
Du möchtest zusätzlich oder alternativ ein anderes Girokonto prüfen? Mit dem Tarifcheck-Vergleich kannst du aktuelle Kontomodelle gegenüberstellen. Der Vergleich ist ein externer Partnerdienst.
Werbung / Affiliate. Beim Abschluss über einen Partnerlink kann Pfändungsschutz24.de eine Vergütung erhalten. Für dich ändert sich der Preis dadurch nicht.
Diese Seite ist Teil des Pfändungsschutz24-Portals. Je nachdem, welche Frage gerade akut ist, führen dich die folgenden Bereiche direkt weiter:
Ja. Ein digitales Konto ist nicht automatisch vor Vollstreckungsmaßnahmen geschützt. Revolut beschreibt für Deutschland ausdrücklich Abläufe zur Kontopfändung und den Schutz über ein P-Konto.
Ja. Nach den aktuellen Revolut-Hilfeinformationen kann die P-Konto-Funktion über den In-App-Chat und das dafür vorgesehene Formular beantragt werden.
Für das P-Konto gelten die gesetzlichen deutschen Schutzbeträge. Der aktuelle automatische Grundschutz beträgt 1.590,00 € monatlich. Zusätzliche Erhöhungsbeträge können bei entsprechenden Voraussetzungen und Nachweisen hinzukommen.
Für den Grundschutz nicht. Soll der geschützte Betrag wegen Unterhaltspflichten, Kindergeld oder anderer gesetzlich berücksichtigter Beträge erhöht werden, kann eine geeignete Bescheinigung erforderlich sein.
Nein. Es darf nur ein P-Konto pro Person geführt werden. Ein zweites P-Konto ist nicht zulässig.
Nein. Ein Kontowechsel beseitigt die zugrunde liegende Forderung oder Vollstreckung nicht. Auch ein anderes Konto kann gepfändet werden. Entscheidend ist, den gesetzlichen Pfändungsschutz korrekt einzurichten.
Nein. Die Lohnpfändung betrifft das Einkommen beim Arbeitgeber; das P-Konto schützt Guthaben auf dem Konto. Unser Pfändungsrechner stellt beide Systeme getrennt gegenüber.
Prüfe unverzüglich die P-Konto-Umwandlung, den aktuellen Schutzbetrag und mögliche Erhöhungsnachweise. Bei konkreten Fristen oder Streit über eine Pfändung kann individuelle rechtliche oder anerkannte Schuldnerberatung erforderlich sein.
Wir trennen bewusst zwischen den gesetzlichen Pfändungsregeln und den konkreten Abläufen des Kontoanbieters. Für Revolut-Fragen stützen wir uns auf die offiziellen deutschen Hilfeinformationen des Anbieters; die Freibeträge und Tabellenwerte kommen aus unserem zentral gepflegten Rechtsdatensatz.
Stand der auf dieser Seite ausgegebenen gesetzlichen Beträge: Aktueller Rechtsstand: Pfändungswerte gültig seit 01.07.2026.. Letzte automatische Rechtsdaten-Prüfung: 14.08.2026 22:42 Uhr. Keine individuelle Rechtsberatung.